Schritt 1: Experiment

Bitte schalte dein Handy ab und suche dir einen Ort, wo du auch von deinen Lieben nicht gestört werden kannst. Ideal wäre ein Zeitraum von bis zu 60 Minuten. Zu Beginn ein bis zweimal die Woche über mindestens drei Monate. Unser Gehirn benötigt einige Zeit, bis sich neue Synapsen bilden können.

Ich verwende für die Anleitung die Anrede „du“ , da sie  die analoge  Gehirnseite anspricht.

A. Lies das Gedicht zuerst bitte leise oder in Gedanken.

Achte auf deinen Atemfluss, Körperempfindungen (eng, weit, leer, warm, leicht, angespannt …) und Gefühle. Tauchen vielleicht Erinnerungen auf oder eher Gedanken?

B. Rezitiere das Gedicht laut.

Höre auf deine Stimme, DeinTimbre, Dein Sprechtempo, Deine Stimmhöhe und die Satzmelodie.

  • Welchen Unterschied macht es, ob Du leise oder laut liest?
  • Welchen Unterschied macht es für Dich, wenn Du bestimmte Worte oder auch Vokale und Konsonanten stärker betonst?
  • Wie wirkt es auf Dich, wenn Du es rappst oder als Ballade rezitierst?

C. Nun nimm Deinen Körper dazu, mache die Bewegungen mit deinem Körper, die in dem Gedicht beschrieben werden.

Welche Gefühle, Gedanken oder Erinnerungen lösen die eingenommenen Körperhaltungen bei Dir aus?

D. Zuletzt kannst Du Dich auch mit dem Inhalt des Gedichtes beschäftigen.

Beobachte, ob Du in eine Bewertung über die Autorin, das Gedicht oder Dich gehst.  Welche Assoziationen weckt es in Dir? Was aus dem Gedicht würdest auf jeden/keinen Fall ausprobieren, wenn Du etwas wagtest?

E. Du hast nun einiges über Dich in Erfahrung bringen können.

Eventuell machst Du Dir Notizen? Was davon hat Dich am meisten überrascht?

Schritt 2: Überleitung zum Thema für Deinen beruflichen und privaten Lebensraum

Nun hast Du Dich aufgewärmt und kannst den Bogen zu Deinem Leben spannen:

  1. Wie möchtest Du getröstet werden?
  2. Wie tröstest Du Deine Mitmenschen?
  3. Wann fällt es Dir leicht/schwer jemanden zu trösten?

Schreibe dazu Deine Geschichte mit Happy End – unser Gehirn liebt Geschichten mit einem positiven Ausgang!